Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Schöne neue Welt
1932 veröffentlichte der britische Schriftsteller Aldous Huxley den Roman „Schöne neue Welt“, in dem er das Bild einer künftigen Welt entwirft. Darin ist die Menschheit in einem Staat unter einer Weltregierung zusammengefasst. Die Menschen werden nicht mehr auf natürliche Weise gezeugt, geboren und von ihren Eltern erzogen, sondern in staatlichen Aufzuchtszentren geschaffen und geformt. Sie werden in verschiedene Kasten eingeteilt und übernehmen je nach Kastenzugehörigkeit anspruchsvollere Aufgaben oder niedrige Sklavendienste. Gemeinsam ist ihnen allen die Konditionierung auf ständige Bedürfnisbefriedigung durch Konsum, Sex und die Droge Soma. - Alles in allem ein Horrorszenario, das Huxley in seinem Roman entfaltet, wobei manche Entwicklungen in unserer Welt dieses Zukunftsbild durchaus realitätsnah erscheinen lassen.
Wie anders dagegen das Zukunftsbild, das uns im letzten Buch der Bibel vor Augen gestellt wird! Gott lässt seinen auf die Insel Patmos verbannten Apostel Johannes einen Blick auf die uns versprochene schöne neue Welt werfen. Manche der in der Offenbarung geschilderten Visionen muten uns heute eher fremd und bizarr an. Doch der Ausblick auf das himmlische Jerusalem am Ende der Offenbarung ist von strahlender Klarheit und Eindeutigkeit. Damit nun niemand meint, es handle sich dabei um phantasievolle Träumereien des Johannes, ergreift Gott selbst das Wort und versichert feierlich: „Siehe, ich mache alles neu!“ Damit ist nichts Geringeres versprochen als eine komplette Neuschöpfung der Welt. Sie wird nicht wie bei einem angefahrenen Reifen noch einmal runderneuert, sondern totalerneuert.
Und was macht diese neue Welt so faszinierend einzigartig? Es ist zunächst die Abwesenheit jeglicher Form menschlichen Leids: Keine Tränen und kein Leid; keine Krankheit und kein Tod mehr! Das Leben wird durch eine nie versiegende Fülle und Üppigkeit geprägt sein. Alles wird uns in spielerischer Leichtigkeit gelingen. Vor allem aber: Wir dürfen uns im Herrlichkeitsglanz Gottes sonnen und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm leben, ohne uns länger vor ihm schämen zu müssen.
Sind Sie begeistert von dieser Aussicht? Ich bin es!
Klaus-Jürgen Diehl
(aus dem Andachtsbuch „Zwischenmahlzeit“)
Hoffnungsvoll
Siehe, ich mache alles neu!
In einer Welt, die sich nach Hoffnung sehnt,
aber nicht weiß, woher sie diese nehmen soll,
scheint Hoffnung nur leeres Gerede zu sein.
Mag sein, manche sprechen zwar von Hoffnung,
meinen aber eigentlich Optimismus.
Aber Hoffnung ist mehr als „es wird schon werden“,
Hoffnung ist größer als unser begrenzter Horizont.
Hoffnung hat ihren Grund in einem leeren Grab
und trägt einen Namen: Jesus Christus.
Mitten in einer hoffnungsvergessenen Welt
darauf zu vertrauen,
dass Gott uns nicht allein lässt – das ist Hoffnung:
Zu glauben, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Zu vertrauen, dass Gott aus Scherben Neues schafft.
Manchmal leuchtet das Neue schon jetzt
zwischen den Ritzen einer alten Welt hindurch.
Und der Tag wird kommen,
an dem Gott wirklich alles neu macht:
Wenn Tränen trocknen, Wunden heilen
und seine Liebe den Hass für immer vertreibt.
Welch ein Moment, wenn wir dann erkennen:
Wir haben nicht vergeblich gehofft!
Cornelius Kuttler